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Gegen den Trend


Schaut man auf die Debatten zum Datenschutz, werden überall zu Recht Opt-Out-Lösungen wie selbstverständlich abgelehnt, Opt-In scheint stets die sichere Wahl des mündigen Bürgers.

Ausgerechnet beim ethisch so schwerwiegenden Thema Organspende wird nun eine Opt-Out-Lösung gefordert, begleitet von recht unreflektierten Andeutungen, daß der, der ein mulmiges Gefühl beim Hergeben seines Leibes hat, für den vielfachen Tod von Anderen verantwortlich sei.

Mich macht das ein wenig wütend. Sollte mein würdevolles Sterben tatsächlich von einem Pappkärtchen abhängen? Was, wenn ich bei einem Unfall gerade mein Portemonnaie nicht dabei habe? Und wie kann man bei solch einer komplexen Frage überhaupt eine simple Ja/Nein-Entscheidung forcieren?

Daß die CDU trotz ihres "C"s dieses unethische Verfahren vorschlägt, verwundert nicht, so hat es ja Tradition, alle Skrupel für einen Millionenmarkt über Bord zu werfen. Aber leider scheint es auch bei den Grünen große Zustimmung zu gteben. Zusammen mit der Homöopathie-Debatte läßt mich das doch an meiner Lieblings-Partei verzweifeln.

Nachtrag: Offenbar gibt es bei den Grünen immerhin eine deutlich stärkere Fraktion gegen Opt-Out, als es mir bisher vorkam. Ich habe noch Hoffnung. Aber auch hier: "Onlineregister"? Srsly?!

Nachtrag: Ich beobachte einen interessanten Spin im aktuellen Diskurs. Viele Befürworter der Widerspruchsregelung argumentieren, man könne ja wohl verlangen, daß die Menschen sich zunindest mal entscheiden, es seinen ja beide Optionen da. Gleichzeigt wird in selben Atemzug erwähnt, persönlich könne man sich nur die Entscheidung für Organspende vorstellen. Und Nichtspender seien mitverantwortlich für den Tod von Hunderten von Menschen.

Nachtrag: Allein dieser unwidersprochene Ansatz (sowohl bei Widerspruchs- als auch bei Zustimmungslösung), daß man genau eine Entscheidung treffen könne/solle/müsse, ist absurd. Lauterbach und Spahn halten alles andere für "zu kompliziert". Nun, ich habe letzens den Sohn zum Fussball angemeldet, dabei habe ich ganze drei Datenschutzerklärungen ausgefüllt: Für den Verein, für den Hessischen Fussballverband und nochmal eine extra für das "Spielerfoto". Und in allen musste bzw. konnte ich jeweils entscheiden, ob es sich um Namen, Bilder oder andere Daten handelt. Andererseits konnte ich entscheiden, in welchem Rahmen die Daten weitergegeben werden können: Berichterstattung im Clubheft, im Internet, in Sozielaen Medien, etc. Und bei meinen Organen soll es nur "Ja oder Nein" geben? Auf Anhieb fallen mir da gleich drei Kriterien ein: Welches Organ darf entnommen werden; in welchem Zustand darf mir etwas entnommen werden; ab wann dürfen Ärzte wissen, ob mir etwas entnommen werden darf?

Gut, daß zumindest die Widerspruchslösung erst einmal vom Tisch ist.


16.01.20 08:23 breiter Kristof [13 Kommentare]